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Theater im Stadtforum

Alice im Wunderland: Andreas D´Aquino
Alice im Wunderland: Andreas D´Aquino
Einsundzwanzig: Dietrich Dettmann
Einsundzwanzig: Dietrich Dettmann
Sturm: Anne Bennent
Sturm: Anne Bennent
 

Liebe Theater- und Konzertbegeisterte,
liebes Publikum,

 
Theater, Musik und Literatur besitzen wunderbare Kräfte: Sie lassen uns in neue Räume spazieren, in denen wir andere Welten, Geschichten, Erlebnisse und Blickwinkel hautnah und intensiv erzählt bekommen. Sie sind dabei wie ein großes Wissensarchiv, das in verdichteten, verrückten, sensiblen, nachdenklich machenden oder zuweilen auch herausfordernden Bilderfolgen und Szenen auf die Bühne kommt, um von uns angeschaut und erlebt zu werden.
Oft wirken Theater, Musik und Literatur wie ein Spiegel, in den wir als Gesellschaft oder als Individuum blicken. Theater fängt mit zwei Menschen in einem leeren Raum an, lautet Peter Brooks berühmtes Credo.

Ich freue mich von daher sehr, Ihnen unser neues, facettenreiches Theaterprogramm für die Spielzeit 2026/27 vorstellen zu dürfen. Wir spannen den Bogen von den ganz großen Fragen der Menschheit bis hin zu mitreißender Unterhaltung, inklusive viel Musik. Theatereinsteiger bis 35 Jahre dürfen sich hierbei wieder auf das ABO JUNG freuen. Abgerundet wird das Programm durch unsere inspirierenden Lesungen.
Lassen Sie sich inspirieren und sichern Sie sich Ihre Plätze. Ich danke unseren Kooperationspartnern – darunter der Volksbank und der gastfreundlichen lokalen Gastronomie – für die fortwährende Unterstützung.
Ich freue mich auf Sie und auf wunderbare gemeinsame Abende.

Herzlichst,

Ihre Alexandra Karabelas

Programm Spielzeit 2026/27

Richard III - Sonnntag, 4. Oktober 2026

Sonntag, 4. Oktober 2026, 18 Uhr, Stadtforum
Württembergische Landesbühne

Richard III.
Ein zeitloses Drama über Machtgier und die Rache der Gerechtigkeit von William Shakespeare (1564 – 1616)

Richard, der machthungrige Bruder des neuen Königs von England, hat finstere Pläne. Sein Leben lang wurde er unterschätzt, jetzt will er allen beweisen: Er wird König sein. Dafür ist ihm kein Mittel zu grausam. Mit Intrigen und Morden ebnet sich Richard den blutigen Weg zum Thron. Doch am Gipfel der Tyrannei wächst der Widerstand. Die Gedemütigten stellen sich ihm endlich in den Weg. Im Traum verfolgen ihn die Geister seiner Opfer. In einer letzten Schlacht wird sein Schicksal besiegelt. Ob Richard für seine Taten büßen muss?

Foto: Tobias Metz
Foto: Tobias Metz
 

SHOW MUST GO ON - Donnerstag 22. Oktober 2026

Donnerstag, 22.10.2026, 19.30 Uhr, Stadtforum
Landesbühne Rheinland-Pfalz,
Schlosstheater Neuwied

SHOW MUST GO ON
Ein Tribut an Freddie Mercury von Ingmar Otto

Die Legende lebt: Ingmar Otto erzählt eindrucksvoll die elektrisierende Geschichte des Mitbegründers, Songwriters und Leadsängers der Band QUEEN. Für ihn galt: Show must go on! Mercury selbst starb 1991 im Alter von nur 45 Jahren an AIDS. Gespickt mit vielen Songs und schrillen Kostümen erlebt das Publikum die Aufs und Abs des Ausnahmekünstlers, der tief im Herzen eigentlich Opernsänger werden wollte. „Abgesehen vom hohen Unterhaltungswert und der geschichtlichen Information ist der Abend ein musikalischer Hochgenuss“, so das Urteil der Presse.

Foto: Schlosstheater Neuwied
Foto: Schlosstheater Neuwied
 

Sturm - Sonntag 15. November 2026

Sonntag, 15. November 2026, 18 Uhr, Stadtforum
Theater Nestroyhof Hamakom, Wien

STURM
von Marlene Streeruwitz
mit der renommierten Schauspielerin Anne Bennent

Marlene Streeruwitz ist eine der prägnantesten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. In ihrem vielfältigen Werk (Dramen, Romane, Essays) analysiert sie schonungslos den Zustand der Welt. In „Sturm“ erzählt sie packend und unter die Haut gehend von Grete Horvath, die eine Wiener Bedürfnisanstalt verwaltet und dort den leidenden Prometheus pflegt. Während seine Peiniger ihr Dasein bestimmen, reflektiert Grete über Gewalt, verpasste Chancen und die weibliche Rolle in einem ewigen Kreislauf aus Leid und Heilung. Mit Anne Bennent schlüpft eine der renommiertesten und ausdruckstärksten Schauspielerinnen in Deutschland in die Hauptrolle. Ein düsteres Stück als intensives Solo über das Überdauern und die Frage, wie man die Menschlichkeit inmitten von Tyrannei bewahren kann.

Regie führt Hannes Hametner, die Ausstattung stammt von Christoff Wiesinger.

Foto: Doris Kittler
Foto: Doris Kittler
 

Alice im Wunderland - Sonntag 13. Dezember 2026

Sonntag, 13.12.2026, 18 Uhr, Stadtforum
Tanz Theater Pforzheim, Städteoper Südwest

Alice im Wunderland
Ein Tanzspektakel für
die ganze Familie

Das weiße Kaninchen, die Grinsekatze, der verrückte Hutmacher oder die herrische Herzkönigin! Seitdem Lewis Carroll alias Charles Lutwidge Dogson 1865 die Geschichte von „Alice im Wunderland“ zuerst der Tochter des Dekans seiner Fakultät und deren Schwestern auf einer Themse-Bootsfahrt erzählt und danach auf Alice´ Bitte hin aufgeschrieben hat, zählen seine herrlich schrägen Figuren zu den bekanntesten Gestalten der Literatur weltweit. Guido Markowitz vom Theater Pforzheim inszeniert „Alice im Wunderland“ heiter, und fantastisch als große, bildstarkes, bezauberndes Tanzspektakel für die ganze Familie.

Foto: Andrea D´Aquino
Foto: Andrea D´Aquino
 

Halbe Hütte - Samstag 30. Januar 2027

Samstag, 30. Januar 2027, 19.30 Uhr
Theater Lindenhof

Halbe Hütte
Eine moderne Farce
von Edith Ehrhardt nach dem Film von Andreas Geiger

Pointiert komödiantisch und mit schwäbischem Knitz wird eine aktuelle Geschichte über „Land grabbing“ im Kleinen erzählt: Andreas erbt in seinem Heimatdorf von seinem Großvater eine Wiese mitsamt einer Hütte. Doch bald muss er feststellen, dass die Hälfte der am Waldrand gelegenen Hütte gar nicht auf seinem Grundstück steht. Da hat sich der Großvater vor 80 Jahren beim Hüttenbau wohl um vier Meter vertan. Das wäre alles kein Problem, hätte den angrenzenden großen Gemeindewald nicht ein reicher Unternehmer gekauft, um daraus sein privates Jagdgebiet zu machen. Für Andreas beginnt ein Kampf gegen die Macht des Geldes, Besitzanspruch, Gesetzgebung und Behördenapparat. Weder das Bauamt, die Justiz, der Bürgermeister, der Stammtisch oder die Kirche haben Ideen, wie man zu einer einvernehmlichen Lösung finden und damit die Hütte erhalten könnte. Am Ende droht der Abriss, doch Andreas ist erfinderisch und gibt nicht auf.

Foto: Theater Lindenhof
Foto: Theater Lindenhof
Foto: Theater Lindenhof
Foto: Theater Lindenhof
Foto: Theater Lindenhof
Foto: Theater Lindenhof
 

Einszweiundzwanzig vor dem Ende - Sonntag 21. Februar 2027

Sonntag, 21. Februar 2027, 18.00 Uhr, Stadtforum
Tournee-Theater THESPISKARREN

Einszweiundzwanzig vor dem Ende
Mit „Der Bergdoktor“-Star Heiko Ruprecht

Bertrand hat das Gefühl, sein Leben verpasst zu haben. Nach dem missglückten Versuch, durch einen Autounfall zu sterben, will er den Sprung aus dem Fenster wagen. Dieser scheitert, weil plötzlich ein Vertriebsmitarbeiter an der Wohnungstür auftaucht. Zwischen den beiden Herren entspinnt sich ein aberwitziger Dialog. Währenddessen schließt Bertrand Bekanntschaft mit Clémence, die über ihm wohnt. Doch als Bertrand endlich erkennt, mit wem er die ganze Zeit debattiert hat, ist es bereits „Einszweiundzwanzig“ vor dem Ende.

Das von Delaporte geschriebene Stück überrascht mit seinen Themen: moderne Einsamkeit, möglicher Selbstmord, existentielle Zweifel. (…) Ein Spiel zwischen schwarzem Humor und metaphysischer Offenbarung. (…) Ein Fest des Unsinns.
Philippe Noisette, Les Echos, 10.2.2022

Foto: Dietrich Dettmann
Foto: Dietrich Dettmann
 

Draussen vor der Tür - Sonntag 11. April 2027

Sonntag, 11. April 2027, 18.00 Uhr, Stadtforum
NEUES GLOBE THEATER, Potsdam

Draussen vor der Tür
Schauspiel gegen den Krieg von Wolfgang Borchert

Beckmann ist 25 Jahre alt, kommt aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Gezeichnet an Körper und Seele: das Knie zerschossen, die Gasmaskenbrille haftet ihm wie ein Fremdkörper im Gesicht – ein ständiges Zeichen der Entmenschlichung. Doch statt Rückhalt oder Verständnis findet er nur Ablehnung: Die Frau hat ihn verlassen, der Oberst weist jede Verantwortung von sich, das Mädchen, das ihn vor dem Ertrinken rettet, will nichts von seinem Leid wissen.

In einer traumähnlichen Wanderung begegnet Beckmann nicht nur Menschen, sondern auch überhöhten Figuren: dem Tod, der Elbe, Gott – und dem Anderen, einer gespiegelten Version seiner selbst. Dabei öffnet sich eine vielschichtige theatrale Welt zwischen Realismus, Groteske und Lyrik – voller Sprachkraft, Widerstand und existenzieller Tiefe.
Wolfgang Borcherts einziges Theaterstück ist mehr als ein Klassiker der Nachkriegsliteratur: „Draußen vor der Tür“ ist ein poetischer Aufschrei gegen das Verstummen, gegen das Wegsehen, gegen das Verdrängen. Geschrieben 1947, wenige Monate vor Borcherts frühem Tod, ist dieses Stück heute aktueller denn je. Und ein Weckruf.

Foto: PPlum
Foto: PPlum
Foto: PPlum
 

Linie 1 - Samstag 15. Mai 2027

Samstag, 15. Mai 2027, 19.30 Uhr, Stadtforum
Württembergische Landesbühne Esslingen

Linie 1

Tu dir mal was Gutes an:
Fahr mal wieder U-Bahn!
Berliner Kult-Musical aus den
1980-er Jahren

„Linie 1“ – das ist eine Reise in die Zeit der Mauerstadt voller Hoffnung, Mut und Selbstbetrug. Dabei entdeckt man auch ein Stück weit das Berlin von heute. Die Handlung:
Natalie, eine junge Frau vom Land, kommt nach Berlin. Sie ist auf der Suche nach ihrem Märchenprinzen Johnny, einem Berliner Rockmusiker, der kürzlich in ihrer Kleinstadt aufgetreten ist und mit dem sie eine Nacht mit
Konsequenzen verbracht hat. Als sie ihn am Bahnhof nicht findet, steigt sie in die U-Bahn-Linie 1. Zwischen Bahnhof Zoo und Kreuzberg trifft sie auf die unterschiedlichsten Menschen einer Großstadt: Arbeitslose, Drogenberater, Betrunkene, Selbstmörder und auch Bambi, der ihr bei der Suche hilft. Natalies Begegnungen verändern sie so sehr, dass sie, als sie endlich ihren Prinzen findet, ihn gar nicht mehr braucht. „Linie 1“ wurde 1986 von Volker Ludwig und Birger Heymann für das Berliner GRIPS-Theater geschrieben und komponiert, wo es bis heute gespielt wird.

Plakat
 

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Abo- und Ticketpreise, Buchung

Das klassische Abo mit acht Aufführungen

Erwachsene                                       Schüler
1. Platz: 156,00 €                              80,00 €
2. Platz: 141,00 €                              73,00 €
3. Platz: 126,00 €                              65,00 €


Einzelkarten Erwachsene bzw. Schüler und Klassen (ab 10 Schülern)

Erwachsene                                                            Schüler                                                    Klassen (ab 10 Schülern)
1. Platz: 28,00 €                                                        14,00 €                                                    12,00 €
2. Platz: 25,00 €                                                        12,00 €                                                    10,00 €
3. Platz: 22,00 €                                                        10,00 €                                                     8,00 €

ABO JUNG für Jugendliche, Junge Erwachsene und Neueinsteiger*innen bis 35 Jahre:

Das ABO JUNG FÜR JUGENDLICHE, JUNGE ERWACHSENE UND NEUEINSTEIGER*INNEN bis 35 Jahre umfasst die Aufführungen von ALICE IM WUNDERLAND (13.12.2026) und LINIE (15.05.2026) sowie zwei weitere Aufführungen nach Wahl zum Preis von 40 € (1. Platz), 36,50 € (2. Platz) oder 32,50 € (3. Platz).

Bitte kontaktieren Sie hierzu montags, mittwochs oder freitags von 8 Uhr bis 11:45 Uhr Frau Julia Hermanutz unter der Nummer 07581 – 207 161 oder schreiben Ihren Wunsch per Mail an: julia.hermanutz@bad-saulgau.de
bzw. kultur@bad-saulgau.de .

Foto: Andrea D´Aquino
Foto: Andrea D´Aquino
Plakat
 

Eine kleine Saulgauer Theatergeschichte

2019 - 60 Jahre Stadthalle

Nach heftigen kommunalpolitischen Diskussionen im Vorfeld und erheblichen Schwierigkeiten, die einen mehrjährigen Baustopp beinhalteten, wurde am 21. November 1959, die neue Saulgauer Stadthalle in der Schützenstraße eröffnet. Zunächst für den Sportbetrieb, im Jahr darauf dann auch für das Theater, das bis dahin seine Heimat im alten Festsaal hatte. Dort hatte die Geschäftsführung der „Fähre“ schon 1950 begonnen, unter erschwerten Bedingungen – im Winter war der Saal kaum beheizt, die Garderoben der Schaupeiler waren im Kohlenkeller – einen anspruchsvollen Theaterbetrieb aufzubauen, der mit der neuen Stadthalle bald auf ganz Oberschwaben ausstrahlen sollte.

„Das Theater ist für uns geistig das Gleiche, was Straßen und Eisenbahnen für unsere Wirtschaft darstellen, nämlich Anschluss an die Welt.“ Mit diesen Worten aus dem Spielplan von 1961/62 wird kühn vorweggenommen, was 60 Jahre Theater in der Stadthalle im Rückblick nur bestätigen: Durch die neue Stadthalle hat das kulturelle Leben Saulgaus einen solch ungeheuren Aufschwung genommen, dass die Stadt tatsächlich auf ein Mal die große Welt zu Gast in ihren Mauern hatte. Mit Gastspielen des Burgtheaters Wien, des Renaissance-Theaters Berlin oder des Theaters in der Josefstadt Wien kamen erstklassige Bühnen in die oberschwäbische Provinz und mit ihnen eine Schauspielerriege, die heute nur noch in den Metropolen zu sehen wäre: Josef Meinrad, Helmut Qualtinger, Attila Hörbiger, Elisabeth Flickenschildt, Mario Adorf, Götz George, Liselotte Pulver, Bernhard Minetti, Maria Schell und viele andere spielten hier unter so berühmten Regisseuren wie Otto Schenk, Hans Günter Heyme oder August Everding. Das war nach dem kulturellen Kahlschlag im Nationalsozialismus und den kargen 1950er Jahren in der Tat ein „Anschluss an die Welt“, wie es die Verantwortlichen damals wohl selbst kaum für möglich gehalten hatten.

Ministerpräsident Kiesinger, Bürgermeister Drescher, 11.3.1960 
Ministerpräsident Kiesinger, Bürgermeister Drescher, 11.3.1960
Stadthalle, 1960
Stadthalle, 1960
 

Angefangen hatte es am 11. März 1960 mit einer Aufführung von Carl Maria von Webers „Freischütz“, zu der sogar Ministerpräsident Kurt Georg Kiesinger anreiste. Schon Wochen vorher war die Stadthalle mit ihren 1000 Plätzen völlig ausverkauft, und „in den Friseurgeschäften und bei den Schneiderinnen herrschte vorfestlicher Hochbetrieb.“ Mit Bravour hat die neue Stadthalle mit modernster Technik, versenkbarem Orchestergraben und ausfahrbarer Bestuhlung ihre Feuerprobe bestanden. Sie stieß landauf, landab auf ein solches Interesse, dass anschließend Heerscharen von Delegationen aus Städten bis hin nach Bruchsal, Leonberg, Mannheim und Offenbach die Halle besichtigten.

Nachdem im August dann das „Fest der guten Laune“ mit Bill Ramsey und Robert Blanco gefeiert war, wurde eine Theatergemeinde gegründet, die bald auf ein überwältigendes Interesse stieß: Mit 640 Abonnenten und 130 Schülerabos ging es in die Saison 1962/63. Zwei Jahre später waren die Abonnements schon so gefragt, dass es gerade noch 45 Plätze im Freien Verkauf gab, und 1968/69 waren gar alle 1005 Plätze mit Abonnenten belegt. Nicht selten hatte eine Theatersaison damals bis zu 14 Aufführungen, teilweise mit nur einer Woche Abstand – heute kaum mehr vorstellbar. In einer Zeit, in der das Fernsehen gerade erst laufen lernte und kaum kommerzielle oder sonstige kulturelle Angebote lockten, als ganze Schulklassen noch geschlossen ein Abonnement hatten, war das Theater die Attraktion schlechthin nicht nur für das Saulgauer Bildungsbürgertum!

Spitzenreiter der gespielten Autoren ist William Shakespeare, von dem sage und schreibe 24 Stücke aufgeführt wurden. Deutlich abgeschlagen folgen Brecht und Schiller (je 14), Molière (11) sowie Dürrenmatt, Frisch und Nestroy (je 10). Immerhin: In der Summe haben die Modernen Klassiker einen erheblichen Anteil am Spielplan ausgemacht, der in seiner Modernität bei dem teilweise konservativen Publikum durchaus auch anzuecken wusste.

Für George Gershwins Musical „Porgy & Bess“ warb man 1970 – damals noch politisch korrekt – mit „Negersolisten, Chor und Ballett“, und in den Jahren darauf schauten schon einmal Costa Cordalis, Reinhard Mey, Luis Trenker oder Bibi Johns in der Stadthalle vorbei: Auch das Ausdruck des „Anschlusses an die Welt!“

Über 650 Theateraufführungen sind in den 60 Jahren seit ihrer Eröffnung über die Bühne der Stadthalle gegangen, dazu unzählige weitere Veranstaltungen. Abgesehen von einzelnen kleinen Veränderungen, etwa einer vergrößerten Hinterbühne, neuer Bestuhlung oder dem später angebauten Foyer, ist sie in ihrer Grundstruktur nahezu unverändert: Ausweis einer weitsichtigen, funktionalen Planung, mit der die Stadt den Grundstein legte für ein bis heute florierendes Kulturleben. Und auch wenn das Theater heute nicht mehr den Stellenwert hat wie in den 1960er Jahren und heftiger Konkurrenz durch Fernsehen, Internet, Kino, Comedy und sonstiger Event-Kultur ausgesetzt ist, gilt nach wie vor, was das Programmheft 1962 postuliert: Theater ist nicht nur sinnlich-ästhetisch-emotionales Erlebnis, sondern auch mentales Vergnügen, das den Horizont weitet. Bewegender, anregender und unterhaltsamer kann der „Anschluss an die Welt“ bis heute nicht sein!


Vorverkaufsstellen/Information

"Draußen vor der Tür": pplum
"Draußen vor der Tür": pplum

Informationen zu allen Veranstaltungen sowie Abonnements erhalten Sie beim städtischen Kulturamt.

Abonenntinnen und Abonennten erhalten in Zukunft einen Tag vor der Vorstellung per Email die Information ob es eine Pause gibt. Zudem gibt es jeweils 15 Minuten vor der Aufführung für Interessierte im Obergeschoss eine Stückeinführung.

Die Einzelpreise liegen für Erwachsene zwischen 22 und 28 Euro bei Abonnementsaufführungen, für Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 14 €; bei Sondergastspielen je nach Aufführung. Schulklassen erhalten weitere Vergünstigungen.

Tickets im Vorverkauf sind erhältlich
im Bürgerbüro der Stadt Bad Saulgau
bei der Tourist-Information am Marktplatz

sowie online unter www.reservix.de

 

AlexandraKarabelas

Kaiserstraße 2
88348 Bad Saulgau
07581 207-160
E-Mail

Öffnungszeiten Rathaus

Montag
08:00 - 12:15 Uhr
Dienstag
08:00 - 12:15 Uhr
14:00 - 17:00 Uhr
Mittwoch
08:00 - 12:15 Uhr
Donnerstag
08:00 - 12:15 Uhr
14:00 - 17:00 Uhr
Freitag
08:00 - 12:15 Uhr

Öffnungszeiten Bürgerbüro

Noch mehr Sprechzeiten bietet das städtische Bürgerbüro an.

Öffnungszeiten Bürgerbüro

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