Eckhard Froeschlin - BildErfinden

Der 1953 in Tettnang geborene Eckhard Froeschlin zählt zu jenen Künstlern, die durch ihre Experimentierfreude und handwerkliche Virtuosität die Radierung maßgeblich weiterentwickelt und ihr zu neuer Ausdrucksform verholfen haben. Er verwendet und kombiniert die unterschiedlichsten Techniken, von der klassischen Kaltnadel und Strichätzung über Mezzotinto bis hin zur modernen Transferätzung oder Carborundumradierung. Dabei gelangt er mit Hilfe des Montageprinzips zu einer „malerischen Sinnlichkeit in der Radierung“ (Werner Meyer), die die traditionelle Ästhetik dieser Tiefdrucktechnik weit hinter sich lässt.

Im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit steht der Mensch. Durch Rückgriff auf Kunstgeschichte und Literatur sowie der Fülle des Erlebten und Gesehenen gelangt er zu einer eigenständigen Bild- und Formensprache, die auf poetisch-subtile bis explizit-eindeutige Weise Politik, Gesellschaft und Geschichte reflektiert.

Diese kritische Auseinandersetzung mit der Welt findet sich auch in Froeschlins Buchkunst. In Zeiten von Laptop, Tablet und E-Book setzt er ganz auf die visuell-haptischen Qualitäten von Bleisatz, handgeschöpftem Papier und Radiertechniken. So „verknüpfen sich Gestern und Heute in der Gleichzeitigkeit von Ungleichzeitigem“ (Otto Pannewitz) und nehmen Gestalt an im Jetzt seiner Montagen und Radierungen.

Die Ausstellung „BildErfinden“ zeigt einen Querschnitt durch das Radierwerk und die Buchkunst Eckhard Froeschlins der vergangenen 20 Jahre.

Mappamondo
 

Eckhard Froeschlin
1953 geboren in Tettnang/Württemberg.
1972-78 Studium an der Abteilung Münster der Kunstakademie Düsseldorf, Kunsterziehung und Geschichte.
1977 Meisterschüler der Klasse Keusen. Förderpreis für Graphik des Westfälischen Kunstvereins
(mit B. Hülsheger und A.Rosenthal).
1979 Arbeitsstipendium der Aldegrever-Gesellschaft, Münster.
1983 Studienaufenthalt in Paris. Umzug nach Wuppertal.
1984 Förderpreis der Intergraphik ´84, Berlin/DDR. Zweiter Preis mit Malerei im Wettbewerb
„Pina Bausch und das Wuppertaler Tanztheater“
1986 Beginn der Arbeit mit Pastellmontagen.
1989 Werkverzeichnis der Radierungen.
1990 Gründung der EDITION SCHWARZE SEITE für bibliophile Buch- und Mappenausgaben, zusammen mit Anne Büssow.
1998 Beginn einer Reihe jährlicher Graphikworkshops in Matagalpa/Nicaragua
1999 Hans-Meid-Preis für Buchkunst 1999. Graphikpreis der Porträtbiennale Tuzla, Bosnien-Herzegowina.
2005 Atelierstipendium Wilke-Haus, Bremerhaven.
2009 Werkaufenthalt Alter Schlachthof, Sigmaringen
Seit 1977 zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Arbeiten befinden sich in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen des In- und Auslandes.

Eckhard Froeschlin lebt und arbeitet in Scheer/Donau.

AndreasRuess

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