Hans Gassebner (1902-1966)

Der 1902 in Blaubeuren geborene Hans Gassebner gehört einer Künstlergeneration an, die – trotz Krieg und Emigration – mit Zielstrebigkeit ihren Weg ging. Den „expressiven Realisten“ zugerechnet, fand der Maler schon früh zu einer am Realismus orientierten Formen­sprache, aus der er Zeit seines Lebens schöpfte. 1933 emigrierte Gassebner, der als „entartet“ diffamiert worden war, mit seiner jüdischen Lebensgefährtin nach Jugoslawien, bevor er 1946 nach Ulm zurückkehrte.

War Gassebners Malerei aus der Zeit seiner Emigration noch geprägt von einer dunklen, schwermütigen Stimmung, so taucht in seinem Spätwerk eine völlig neue, zarte und helle Farbigkeit auf, die in seinem Aquarellen und Monotypien vor allem der Landschaftsdarstellungen aufs Schönste zum Ausdruck kommt. Der von Cézanne und van Gogh gleichermaßen beeinflusste Künstler musste hierbei mit einem besonderen Schicksal fertig werden: Eine unsachgemäße ärztliche Behandlung aus dem Jahr 1938 führte 1955 zu einer Lähmung seiner rechten Hand, doch es gelang dem willensstarken Künstler binnen weniger Monate auf die linke umzuschulen. 1966 starb Hans Gassebner in Heilbronn an den Spätfolgen dieser Thorotrast-Behandlung.

Noch zu Lebzeiten war Hans Gassebner einer derjenigen Künstler, die eng mit der „Fähre“ verbunden waren. Schon 1948 war er hier neben Wilhelm Geyer, Albert Burkart, Carl Pflüger und Alfred Wais bei der Ausstellung „Aquarelle oberschwäbischer Maler“ vertreten. 1977 wurde anlässlich seines 75. Geburtstages eine Gedächtnis­ausstellung in der „Fähre“ ausgerichtet, und auch später, letztmals 2003 zu seinem 100. Geburtstag, wurde sein Werk immer wieder gezeigt. 1990 hat die „Fähre“ aus dem Nachlass Hans Gassebners eine Reihe wichtiger Werke erhalten, die heute den Grundstock der städtischen Kunstsammlung bilden.

Aus Anlass des 50. Todestages von Hans Gassebner (19. Februar 1966) erinnert die „Fähre“ mit Gemälden, Aquarellen und Monotypien insbesondere der späteren Schaffensphasen an den Künstler.

Gassebner
 

AndreasRuess

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