Jörg Bach, Brigitte Schwacke: Wechselpole

Mit Jörg Bach und Brigitte Schwacke begegnen sich bei dieser Ausstellung zwei Künstler, die sich durch eine unverwechselbare Formsprache auszeichnen und auf kongeniale Weise ergänzen. Beide arbeiten sie mit Eisen bzw. Stahl, beschäftigen sich mit ähnlichen Fragestellungen zum Verhältnis von Masse und Raum und kommen doch zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen, die wiederum auf frappierende Weise miteinander korrespondieren.

Jörg Bach hat sich in den letzten Jahren zu einem der profiliertesten Stahlbildhauer des Südwestens entwickelt, dessen meist großformatigen Plastiken aus Cortenstahl und neuerdings auch Edelstahl zahl-reiche öffentliche Plätze prägen. Seine Bodenfrüchte, Zankäpfel, Reflektoren oder Selbstfinder genannten Werkserien bilden eigenwillig organische Konstrukte, die sich knäuelartig-verschlungen Form und Raum schaffen. Scheinbar lebloses, widerspenstiges Material windet und dreht sich geradezu spielerisch zu massigen Gebilden, die Wachstum, Entwicklung und Veränderung reflektieren.

Dem realen Volumen von Jörg Bachs Arbeiten steht der entmaterialisierte Raum in den Objekten Brigitte Schwackes gegenüber. Die in München lebende Künstlerin beschäftigt sich in ihren drei-dimensionalen Raumzeichnungen insbesondere mit der Verdichtung und Auflösung des Raums. Mit ihren Objekten aus legiertem Draht schafft sie Volumen ohne Masse und gelangt so zu einer Neudefinition der Plastik. Zwischen Abstraktion und Figuration changierend, erinnern ihre ganz auf der Linie basierenden Drahtobjekte häufig an biomorphe Netzwerke und Zellstrukturen. Angesiedelt am Schnittpunkt von Zeichnung, Plastik und Installation erkundet Brigitte Schwacke auf faszinierende Weise Grenzbereiche des Daseins - Schwebezustände, Offenheit, Vernetzungen.

Jörg Bach und Brigitte Schwacke, das sind zwei entschieden originäre Positionen in der zeitgenössischen Plastik, die bei der Ausstellung „Wechselpole“ in einen fruchtbaren Dialog treten. In ihren Arbeiten trifft Gegensätzliches aufeinander wie Materialität und Immaterialität, Schwere und Leichtigkeit, Stabilität und Fragilität, und macht sie so zu Chiffren eines immerwährenden Werden und Vergehen.

Jörg Bach
1964 in Wolgast geboren
1983-1986 Praktikum bei Roland Martin
1986-1991 Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Walter M. Förderer und Prof. Hiromi Akiyama
1988-2001 Lehrtätigkeit an der Jugendkunstschule Tuttlingen
Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg und in der Neuen Gruppe München
Lebt und arbeitet in Mühlheim/Donau.

Bach
 

Brigitte Schwacke
1957 geboren in Marl
1983-89 Akademie der Bildenden Künste München
1986 Symposium in Sarajevo
1991-92 DAAD Großbritannien, Royal College of Art/GB
1993 Artist in Residence, Slade School of Fine Art London/GB
1996-99 Assistentin am Lehrstuhl für Freie Bildhauerei, ABK München
2001 Mitglied im Deutschen Künstlerbund
2002-05 Mitglied der Kommission für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum,
Quivid, München
2004 Kunstpreis der Diözese Rottenburg-Stuttgart
2007 1. Preis, Kunst am Bau Wettbewerb, Neues Biozentrum der Ludwig-Maximilians-Universität, München/Martinsried
2009 Lothar Fischer Preis, Neumarkt/Oberpfalz
Lebt und arbeitet in München.

Schwacke
 

AndreasRuess

Oberamteistraße 11
88348 Bad Saulgau
07581 207-160
07581 207-863
E-Mail

Öffnungszeiten Rathaus

Montag
08:00 - 12:15 Uhr
Dienstag
08:00 - 12:15 Uhr
14:00 - 17:00 Uhr
Mittwoch
08:00 - 12:15 Uhr
Donnerstag
08:00 - 12:15 Uhr
14:00 - 17:00 Uhr
Freitag
08:00 - 12:15 Uhr

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen