Stadtmuseum

 
 
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Sonderausstellung

Meisterlich - Lehrlingsarbeiten, Gesellenstücke und Meisterwerke des lokalen Handwerks, heute und in der Vergangenheit.

 

Sonderausstellung
3. November 2019 bis 26. Januar 2020
jeweils samstags und sonntags, 14-17 Uhr

Meisterlich - Lehrlingsarbeiten, Gesellenstücke und Meisterwerke des lokalen Handwerks, heute und in der Vergangenheit.

Handwerk steht für Regionalität, Herkunft, Authentizität, Handbearbeitung, Transparenz der Materialien, Inhalte und
Verarbeitungsweisen. Handwerksunternehmen setzen in der Regel weniger auf Wachstum als auf Qualität und Balance. Das
Handwerk bietet hervorragende Identifi zierungsmöglichkeiten. Im Handwerk ist die regionale Präsenz von großer Bedeutung.
Handwerker liefern Qualität im engen Kundenkontakt und bieten unter Berücksichtigung der Kundenwünsche anspruchsvolleund individuelle Lösungen. Die wirtschaftliche Bedeutung des Handwerks kann nicht hoch genug geschätzt werden.

Alldiese Herausforderung in den verschiedenen Berufsfeldern des Handwerks erfordern von den Meistern ein hohes Maß an
Kompetenz zur Vermittlung von traditionellen und modernen Techniken an ihre Auszubildenden. Deshalb sind Lehrlingsarbeiten, Gesellenstücke und Meisterwerke und Fotos Zeugnisse, die handwerkliches Können und berufl iche Qualifi kation eindrucksvoll dokumentieren. Die Ausstellung MEISTERLICH präsentiert die Vielfalt und Ästhetik der Arbeit in Firmen und Handwerksbetrieben in Bad Saulgau heute und in der Vergangenheit.

 
 
 

Das Stadtmuseum

Zeitreisen durch die Bad Saulgauer Stadtgeschichte
Auf Spurensuche gehen und historische Wurzeln entdecken – wie spannend das sein kann, erfahren Bad Saulgauer und ihre Gäste im Stadtmuseum. Hier treffen „große“ und „kleine“ Geschichte aufeinander.

Eine abwechslungsreiche Gestaltung bringt Urkunden und Exponate aus allen Epochen zum Sprechen. Audiovisuelle Medien kommen hinzu: Sie vergegenwärtigen für Ohr und Auge einmal mehr, was gewesen ist.

Seit 2014 wird das Stadtmuseum ehrenamtlich vom Arbeitskreis Stadtmuseum geführt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Erfahrungs- und Wissensschatz der Bad Saulgauer Bürgerinnen und Bürger zu nutzen und in den laufenden Museumsbetrieb einzubinden.

Mit Sonderausstellungen zu stadtgeschichtlichen Themen sowie Museumsfesten hat sich das Stadtmuseum zu einer attraktiven Einrichtung für Einheimische und Gäste entwickelt, die die spannende Geschichte Bad Saulgaus von den frühesten Spuren bis hin zur heutigen Kur- und Bäderstadt immer wieder neu erlebbar macht.

Stadtmuseum Bad Saulgau
Schleifergasse (am Marktplatz)
88348 Bad Saulgau
Tel.: 07581-207-160

Eintritt
während einer Sonderausstellung 2 Euro;
ansonsten frei, Schüler und Studenten frei

Öffnungszeiten
Samstag und Sonntag jeweils 14-17 Uhr
während der Sonderausstellungen geänderte Öffnungszeiten

Blick ins Museum

Archiv

Fälschung mit Folgen

Sonderausstellung
17. Juli bis 29. September 2019
jeweils samstags und sonntags, 14-17 Uhr

Fälschung mit Folgen

Die Fälschung einer Urkunde aus dem 9. Jahrhundert wirkt
bis heute nach. Die Ausstellung zum 1200 Jahre-Jubiläum widmet
sich drei unterschiedlichen Themen in drei unterschiedlichen Formaten:
• Die Urkunde und die Johanneskirche
• Eine Stadt verändert ihr Gesicht
• Aliens im Stadtmuseum

Am Anfang steht eine gefälschte Urkunde: der Boden der Geschichte wackelt. Die kaiserliche Politik befördert die Staatlichkeit, Klöster sind Fixpunkte. Die Johanneskirche ist der steinerne Zeuge kaiserlicher Politik, des Einflusses des Klosters Buchau und bürgerschaftlicher Repräsentation.

Die Urkunde und die Johanneskirche
Die historischen Fakten werden in einen schwäbischen Dialog zwischen dem Fälschermönch Odalrich, und der Äbtissin des Klosters Buchau verpackt. Comics aus verschmitztem Blickwinkel des Zeichners Wolfgang Schmid setzen das Gespräch in Szene. Reproduktionen von Teilen des Hochaltars und der gotischen
Glasfenster aus der Stadtkirche zeigen den Prunk der Stadt Sulugonis im 14. Jahrhundert. Eine Kopie der Abschrift der gefälschten Urkunde ist ebenfalls ein zentrales Ausstellungs-Exponat. Ein hochkarätiges Modell der Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist zeigt die unterschiedlichen mittelalterlichen Bauphasen. Ein Meisterstück, gefertigt von der Zimmerei Luib,
Bad Saulgau-Fulgenstadt.

Aliens im Stadtmuseum!
Theaterperformance mit Jugendlichen SchülerInnen der Theaterklasse der Jugendkunstschule

Bad Saulgau gehen als Außerirdische auf Zeitreise. Sie schlüpfen in Exponate und erzählen in amüsanten Dialogen aus ihrem Leben. Ein Bohrkopf von der Thermalbadbohrung, eine Fahrkarte
der Königlich-Württembergischen Eisenbahn, die Eiswerkzeuge als dienstbare Geister der Bierkühlung und schließlich die Reiseapotheke von Karl Anton Störck sorgen für beste Unterhaltung bei der Ausstellungseröffnung. Eine Videoaufzeichnung des kleinen Theaterstückes wird während der Dauer der Ausstellung eingerichtet.

Eine Stadt verändert ihr Gesicht – Fotografien
einst und heute

An ausgewählten Beispielen wird die Veränderung der Stadt
Bad Saulgau in den letzten 120 Jahren gezeigt. Die letzten
Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts brachten neue Entwicklungen
im Zusammenhang mit der Altstadtsanierung, die das
Stadtbild veränderte.

 

Didi Jung, der Sammler!

Sonderausstellung
02.11.2018 bis 27.01.2019

Didi Jung – Der Sammler

In einem Museum wohnen? Die meisten Zeitgenossen würden solch ein häusliches Lebensdomizil eher ablehnen. Nicht so das Saulgauer Urgestein Dieter Jung, der seit 1989 im eigenen Haus
„Bohnenstengel“ – gegenüber des Saulgauer Bahnhofs – wohnt, lebt und in der Kultkneipe 30 Jahre bis 2013 als Wirt gearbeitet hat.

„Ich freue mich an all meinen Objekten, die mich umgeben; das ist mein täglicher Urlaub“, so der Schilder-Dieter, wie er von seinen Sammlerkollegen genannt wird. Wertvolle Emailleschilder in allen Größen und Formaten, Gemälde, einarmige Banditen, allerlei Automaten, Werbeplakate und antike Möbel. Dass er in seiner Privatwohnung schon längst an räumliche Grenzen gestoßen ist, stört ihn nicht. Die Bilder und Schilder hängen in Zweit- und Drittreihung übereinander an der Wand und zieren eng nebeneinander befestigt die Decken von Diele, Wohn- und Schlafzimmer. Er selbst schläft in einem historischen Bett mit Blick auf seine gut bestückte Sammlung von 16 Schiebermützen und Base-Ball-Caps, die je nach Stimmungslage seit einigen Jahren zu seinem täglichen Outfit gehören. Im WC hängt ein Kölnisch-Wasser-Automat, der einst auf Einwurf von 10 Pfennig als wohlriechender Duftspender in vielen Gaststätten in den 50ern in den Toilettenanlagen obligatorisch war. Eigenen Angaben zufolge erbte er seine Leidenschaft, die Suche nach seltenen Motiven und Raritäten, von seinem Vater.

Dem Arbeitskreis war es in der Konzeption wichtig, die Atmosphäre der „Museums-Wohnung“ möglichst authentisch in den Räumen des Stadtmuseums zu präsentieren.

Am 3. Januar 1984 eröffnete Dieter Jung nach gründlichem Umbau die ehemalige Bahnhofsgaststätte Bohnenstengel.

Für die kultige Inneneinrichtung wählte er aus seiner reichhaltigen Depot-Sammlung einen Mix aus unterschiedlichen Tischen, Stühlen, Leuchtern und Sofas aus. Emailleschilder und zahlreiche großformatige Kunstwerke des Malers Walter Onderka ergänzten stimmig das Ambiente. Onderka war es auch, der Didis Wunsch erfüllte, der Hausfassade ein südländisches, froh machendes Ambiente in Stuck zu verleihen und den beliebten Biergarten samt Gartenhäusle in die Gestaltung miteinzubeziehen.

 

Saulgauer Besitzerstolz Kurios – Wertvoll – Originell

Sonderausstellung
03.11.17 bis 28.01.18

Saulgauer Besitzerstolz

Kurios – Wertvoll – Originell

Familien-Schätze der Bad Saulgauer sind Gegenstände, die in Haushalten womöglich schon seit Generationen in Ehren gehalten werden und einen Bezug zu Bad Saulgau haben. Dabei ist der materielle Wert oft weniger wichtig als der ideelle. Und so sind in dieser Ausstellung Lieblingsstücke zu sehen, die selbst spannende Geschichten erzählen und dem Betrachter die Möglichkeit bieten sich auf die unterschiedlichsten Welten einzulassen: z.B. eine Modelleisenbahn mit dem Saulgauer Bahnhof. ein Schlüsselanhänger der Garage Nr. 32 der ehemaligen Kleber Post, ein Essgeschirr aus dem Zweiten Weltkrieg mit Gravur, Leinen-
stücke aus der Weberfamilie Herwanger, ein vorbildlich angelegtes Herbarium, 23 handkolorierte Zinnfiguren, eine bleiverglaste Stadtansicht aus dem ehemaligen Rathaus, sogar eine „Quittenzerkleinerungsmaschine“ ist zu bewundern.

Erstaunlich, was sich an Schätzen in Schränken, Vitrinen oder gar Kellerräumen aus dem Dorn-
röschenschlaf erwecken und inszenieren ließ.

 

70 Jahre Dorausschreien 1947-2017

Sonderausstellung
20.01.–05.03.2017

70 Jahre Dorausschreien 1947-2017


Vor 70 Jahren, inmitten der schwierigen Nachkriegsjahre, wurde das Dorausschreien erstmals nach langer Zeit wieder durchgeführt. Beherzten Bürgern war es ein Anliegen, mit dem alten heimatlichen Fastnachtsbrauchtum den Kindern der Stadt eine Freude zu machen. Bis heute ziehen die Kinder am Fastnachtssonntag durch die Straßen Bad Saulgaus und schreien den uralten Heischeruf:
„Doraus, detnaus, bei dr alte Lenda naus!“
Viele Bürgerinnen und Bürger beschenken sie mit Bonbons (Guatsle), Brezeln, Würsten und vielem Anderen. Das Dorausschreien ist bis heute ein wichtiger und ganz besonderer Tag für die Saulgauer und zahlreiche Besucher aus Nah und Fern.

Geschichte eines jahrhundertealten Heischebrauches
Die Ausstellung lässt die Geschichte eines uralten Saulgauer Brauches lebendig werden. Zahlreiche Bilder, Dokumente und Exponate zeigen die vielfältige Bedeutung dieses Brauches bis in die heutige Zeit. Die Ausstellung spannt einen Bogen von den Bewohnern
des Saulgauer Siechenhauses über die Heischezüge ins Mühlental bis zum heutigen Brauch für die Saulgauer Kinder.

Die Saulgauer Dorausschreier
Zentrale Figuren sind bis heute die „Dorausschreier“ mit ihrem Korb an der Stange. Sie sind in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht einzigartig und weit über Süddeutschland hinaus bekannt. Die Entwicklung der Figur und die künstlerische Gestaltung der wertvollen Originalmasken durch die Saulgauer Bildhauer werden anhand wertvoller Originalexponate gezeigt.

Erinnerungen 1947 bis 2017
Im Jahr 1947 war die Großzügigkeit vieler Bürgerinnen und Bürger für die Kinder ein besonderer Lichtblick und das Dorausschreien ein fröhlicher und unbeschwerter Tag in ihrer Kindheit. Erinnerungen an das Dorausschreien verbinden alle Saulgauer, die ihre Kindheit in Bad Saulgau verbringen durften und dürfen. Zahlreiche aufgeschriebene Erinnerungen lassen zusammen mit vielen alten Fotografien die Bedeutung des Dorausschreiens als heimatliches Brauchtum lebendig werden.

Die Ausstellung wurde im Auftrag der Dorauszunft Saulgau e. V. von Matthias Metzler und Frank Müller mit freundlicher Unterstützung von Maria Gelder (Stadtarchiv) und Günther Wetzel erarbeitet.

 

Krippen von Saulgauern

Sonderausstellung
25.11. bis 18.12.2016

Krippen von Saulgauern


Nicht überladen sondern fein exemplarisch beeindrucken.

Die Ausstellung der 19 Künstler und Leihgeber will Erwachsene und Kinder in der Weihnachtszeit erfreuen. Zum einen werden Krippen aus Privatbesitz mit Figuren der drei wohl bekanntesten Saulgauer Holzschnitzer Hermann Kohler, Hans Steiner und Anton Scheck präsentiert. Zum anderen wird das Stadtmuseum mit anderen eindrucksvollen Unikaten bespielt: z.B. einer detailverliebten Großkrippe mit verschiedenen biblischen Szenen, kleineren Krippen, teilweise im alpenländischen Stil, Wurzelkrippen, liebevoll gestalteten Tonfiguren, Egli-Figuren, einem Prager Jesulein und einem echten Hummel-Christkind.

Beim Thema Weihnachten darf natürlich die einzigartige Geschichte des Saulgauer Hirtenliedes und seinen Engelsingern nicht fehlen. Sie reiht sich harmonisch in die wertvollen Exponate ein.

Engel, Hirten, Ochs und Esel, Maria und Josef, die Heiligen Drei Könige und die Hütehunde. Allesamt kostbare Schätze, die Saulgauerinnen und Saulgauer gerne dem interessierten Besucher zeigen. Besondere Attraktion ist eine Leihgabe aus unserer Partnerstadt Chalais und eine wertvolle Krippe gestaltet von der berühmten Puppenkünstlerin Ottilie Tillian aus der Kärntner Partnergemeinde Himmelberg.

Die Ausstellung zeigt Exponate von:
Edeltraud Brillisauer, Georg Gelder, Sr. Innocentia Hummel, Emil Kiess, Karl Kerner, Hendrike Kösel, Hermann Kohler, Wendelin Matt, Johann Meßmer, Rose Müller-Geray, Alfons Scheck, Ruth Schimmel, Hans Steiner, Maria Stopper, Ottilie Tillian, Günther Wetzel

 

ars sacra

Sonderausstellung
12. 3. bis 10. 4. 2016

ars sacra

Heilige Kunst
vasa sacra

„Heilige Behältnisse“ aus Gold und Silber der katholischen Kirchengemeinden Bad Saulgaus

Über Jahrhunderte haben die katholischen Kirchengemeinden der Stadt Bad Saulgau ihre Monstranzen, Kelche, Kreuze, Leuchter bewahrt und gepflegt bis auf den heutigen Tag.
Die Ausstellung zeigt edle Gold- und Silberschmiedearbeiten aus dem Mittelalter, der frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert, seltene Exponate aus den Werkstätten der ehemaligen Bischofstadt Konstanz ebenso wie Arbeiten aus den berühmten Augsburger Gold- und Silberschmiedewerkstätten.
Die „Heiligen Kunstwerke“ stammen aus den 9 Kirchengemeinden St. Johannes Baptist (Bad Saulgau), St. Georg (Renhardsweiler), Mariä Geburt (Hochberg), St. Gallus (Bolstern), St. Leonhard (Wolfartsweiler), Mariä Himmelfahrt (Friedberg), St. Ulrich und St. Konrad (Fulgenstadt), St. Johannes der Täufer (Moosheim) und St. Pankratius (Braunenweiler). Die vasa sacra werden bis heute in den Gottesdiensten der Gemeinden benützt, besonders an den hohen Feiertagen.

Die „Heiligen Geräte“ in Bad Saulgau

Die „heiligen Geräte“ gehen auf Stiftungen von Patronatsherrschaften zurück. Insbesondere die Fürstäbtissinnen von Buchau, der Deutsche Orden sowie Klöster haben die Kirchen und Kapellen mit liturgischem Gerät ausgestattet, aber auch Bürgerfamilien traten als Stifter auf.
Bewahrt und gepflegt durch die Jahrhunderte – in Kriegs- und Besatzungszeiten eingemauert, eingegraben und versteckt – sind sie Zeugnisse der Überlieferung des Glaubens bis heute und der Frömmigkeitsgeschichte der Gemeinden.
Gold und Silber sind die „aus sich selbst“ leuchtenden Farben, sie stehen für das Licht, den Glanz des Göttlichen; die „Heiligen Geräte“ sind „Spuren der Transzendenz“. Neben ihrer frömmigkeitsgeschichtlichen und theologischen Bedeutung sind die Exponate in der Ausstellung bedeutendes stadtgeschichtliches Kulturgut sowie Zeugnisse großer Handwerkskunst.
Mit den vasa sacra zeigen Paramente und Kirchenfahnen, wie sich die Liturgie als Gesamtkunstwerk versteht. Dieses soll den Menschen im Sakralraum mit Augen, Ohren, Nase, Herz, Sinn, Geist, Gemüt, Verstand ansprechen und zu Gott führen.

 

Kunst auf dem Ei

Sonderausstellung
27. 3. bis 12. 4. 2015

Kunst auf dem Ei

Paula Holderried
Angela Neher
Erich Köble

Die Ausstellung zeigt mit über 200 bemalten Hühner-, Enten-, Gänse- und Straußeneiern das Schaffen der drei Saulgauer „Eier-Maler“.

Paula Holderried wird im „Schalander“ im 1. Stock des Stadtmuseums ihre „Eier-Malwerkstatt“ einrichten und Einblicke in ihre künstlerische Arbeit ermöglichen.

Am Palmsonntag werden in der benachbarten St. Johanneskirche die reich geschmückten Palmen mit Hunderten bemalten Eiern zu sehen sein.

Das Ei Symbol und Brauchtum

Das Ei galt bereits in vorgeschichtlicher Zeit als Sinnbild des Lebens. Für Christen im Mittelalter wurde das Ei zum Symbol der Auferstehung und im Volksbrauch sollten die „Antlasseier“, die am Gründonnerstag gelegten und an Ostern geweihten Eier, Blitz und Krankheit fernhalten.

Gefärbte Eier kannten schon die Chinesen, Ägypter und auch die Perser, deren Neujahrsfest im Frühling das „Fest des roten Eies“ genannt wird. In Griechenland heißt der Gründonnerstag „roter Donnerstag“, weil an diesem Tag die Eier für Ostern gefärbt werden und nur das Rotei als echtes Osterei gilt.

Für Deutschland werden gefärbte Eier erstmals im frühen 13. Jahrhundert erwähnt. Im 16. Jahrhundert wird von roten Eiern bei der österlichen Speisenweihe berichtet. Die beim Bemalen benutzten Farben haben in einigen Regionen symbolische Bedeutungen: So symbolisiert Rot den Opfertod Christi. Gelb steht für den Wunsch nach Erleuchtung und Weisheit. Weiß ist die Farbe der Reinheit, Grün für Jugend und Unschuld, Orange für Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz.

Zum Palmsonntag werden in Bad Saulgau aus Buchs, Holunderstäbchen und Eiern Palmen mit viel Sachverstand und Liebe gefertigt, auf denen die Kunst des Eierbemalens besonders schön zum Ausdruck kommt. Sei es als bunte Farbigkeit, als künstlerisch anspruchsvolle Malerei, Hobbymalerei, Ornamentik oder als Szenen-Zyklus aus der Passion.

Mit viel Stolz tragen Kindergartenkinder und junge Erwachsene Ihre kleinen und großen Palmen in die St. Johanneskirche. Im Rahmen des feierlichen Palmsonntags-Gottesdienstes werden sie dort geweiht.

 

Arbeitskreis Stadtmuseum

Beate Rimmele
07581 6996
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