Herlinde Koelbl - Fotografien 1979-2009

Die Städtische Galerie Fähre zeigt in einer breit angelegten Werkschau, die der großen Berliner Retrospektive vom vergangenen Jahr im Martin-Gropius-Bau entstammt, einen Überblick über das vielfältige Schaffen der Fotografin Herlinde Koelbl. Über 150 Arbeiten aus drei Jahrzehnten dokumentieren das außergewöhnliche Werk der in Lindau geborenen Künstlerin, die es wie kaum jemand anders verstanden hat, mit den Mitteln der Fotografie und geradezu ethnografischem Blick dem Menschen nahezukommen. Ob Politiker oder Hausfrau, Filmstar oder Obdachloser – quer durch alle sozialen Milieus beleuchten ihre intimen wie ausdrucksstarken Bilder die Vielfältigkeit und Widersprüchlichkeit unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit. Ihr Blick richtet sich dabei auf alles, was zum Menschsein gehört: Kindheit und Alter, Eros und Macht, Glaube und Tod.

Bekannt wurde Herlinde Koelbl vor allem durch ihre Langzeitprojekte, die sich in einer Vielzahl von Publikationen niederschlugen und international auf Ausstellungen gezeigt wurden - darunter „Das deutsche Wohnzimmer“, „Haare“, „Die feinen Leute“, „Jüdische Poträts“, „Männer“, „Starke Frauen“ und „Schlafzimmer“. Oder die „Spuren der Macht“ – eine 15 Jahre umspannende Porträtserie u.a. über Angela Merkel, Gerhard Schröder und Joschka Fischer, die den physischen wie psychischen Veränderungen durch eine entsprechende Amtsausübung nachspürt.

Herlinde Koelbls Projekte tragen alle ihre unverwechselbare Handschrift, die nicht auf billige Effekte zielt, sondern durch ein ehrliches und wahrhaftiges Einlassen auf ihr Gegenüber geprägt ist. Ihr Blick gerät so für Künstlerin wie Betrachter zu einer faszinierenden Entdeckungsreise durch individuelle und soziokulturelle Lebenswelten. Dass ihr dies seit über 30 Jahren so überzeugend gelingt, liegt nicht zuletzt daran, dass Herlinde Koelbl bis heute ihrem Credo treu geblieben ist: „Ich interessiere mich für Menschen. Aber es muss weitergehen als unter die Oberfläche. Das ist das ganze Geheimnis.“

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch Herlinde Koelbls wichtigste Werkgruppen, die teilweise schon zu Klassikern der Fotokunst zählen.

Herlinde Koelbl kam 1976 als Autodidaktin zur Fotografie und arbeitete u.a. für den Stern, Die Zeit und die New York Times. Sie übernahm Gastprofessuren in Hamburg, Wien, New York und Sidney und wurde mit renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a. der Goldenen Kamera und dem Dr. Erich Solomon Preis. Ausstellungen u.a. in Chicago, Shanghai, Rotterdam und im Martin-Gropius-Bau Berlin 2009.

Koelbl - Plakatmotiv
 

AndreasRuess

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