Existenzgründerinnen starten mit Unverpackt-Laden

Am 8. Juni haben es Bernadette Schneider und Johanna Wiedergrün geschafft. In der Pfarrstraße 19 sind die beiden Existenzgründerinnen mit ihrem Unverpackt-Laden gestartet.

Die letzten Schritte bis zur erfolgreichen Existenzgründung wegen der Corona-Krise waren besonders anstrengend gewesen, so Schneider. Umso größer sei aber nun die Freude, mit dem Eröffnungstermin trotzdem fast eine Punktlandung geschafft zu haben. Dies liegt auch an der großen Unterstützung von ganz unterschiedlichen Seiten. Über eine Crowdfunding-Kampagne ist ein guter Teil des Startkapitals zusammengekommen. Freunde und Verwandte haben beim gelungenen Umbau der Ladenräume geholfen und auch aus den Reihen der Bad Saulgauer Gewerbetreibenden haben Wiedergrün und Schneider große Unterstützung erhalten. Uli Gruber von der ehemaligen Buchhandlung Geschwister Müller hat den beiden Existenzgründerinnen beispielsweise einen Teil der Ladeneinrichtung zur Verfügung gestellt.

Ab Montag können die Bad Saulgauer im unverpackt wiedergrün nachhaltig und ressourcenschonend einkaufen. In den Regalen und Spendern aus Glas finden sich Lebensmittel wie Nüsse, Nudeln, Getreide, Süßigkeiten, aber auch Wasch- und Reinigungsmittel bis hin zu zahlreichen Kosmetikartikeln wie Seifen, Shampoo und Zahnbürsten. In aller Regel sind die Produkte in Bioqualität und wenn möglich regional. Über Tipps zu regional hergestellten Produkten, die in das Sortiment aufgenommen werden können, sind die Gründerinnen dankbar. Vor allem zeichnen sie sich aber dadurch aus, dass der Verkauf nicht in überflüssigen Einwegverpackungen, sondern lose oder in Mehrwegbehältern erfolgt. Wie der Einkauf funktioniert, erklärt Johanna Wiedergrün: Ein Gefäß zum Abfüllen mitbringen (Gläser, Stoffbeutel, Tupperdosen...) oder sich im Laden eines der Gläser für das Unverpacktsortiment zu Hause aussuchen. Die gewünschten Produkte werden dann selbst abgefüllt und nach Gewicht bezahlt. Ermittelt wird der Preis dabei über eine Kassenwaage.

Nicht nur Müll lässt sich so vermeiden, sondern auch die Haushaltskasse schonen. Weil Kunden die Produkte selbst abmessen und abfüllen können, gibt es auch keine Abhängigkeit von Verpackungsgrößen. Gerade wenn nur kleinere Mengen benötigt werden, bietet sich das System an. Gleichzeitig wird so verhindert, dass zu viel Gekauftes im Müll landet.

Von der Geschäftsidee ist auch Ilona Boos begeistert. Die städtische Wirtschaftsförderin versucht nämlich, selbst so weit wie möglich auf Einweg und Plastikverpackung zu verzichten. Und weil man als Landeshauptstadt der Biodiversität Vorreiter in Sachen Ökologie sei und sich das Thema Nachhaltigkeit groß auf die Fahnen geschrieben habe, passe das Geschäftsmodell des Unverpackt-Ladens geradezu ideal zur Bad Saulgauer Innenstadt.

Seit Montag, 8. Juni hat der unverpackt wiedergrün mit seinen beiden Inhaberinnen Johanna Wiedergrün und Bernadette Schneider (2. und 3. v.l.) geöffnet. Bereits im Vorfeld begleitete die städtische Wirtschaftsförderin Ilona Boos (rechts) das Projekt. Und Baykal Ünal (links) gratulierte den beiden Existenzgründerinnen nicht nur als UBS-Einzelhandelsvorsitzender.
Seit Montag, 8. Juni hat der unverpackt wiedergrün mit seinen beiden Inhaberinnen Johanna Wiedergrün und Bernadette Schneider (2. und 3. v.l.) geöffnet. Bereits im Vorfeld begleitete die städtische Wirtschaftsförderin Ilona Boos (rechts) das Projekt. Und Baykal Ünal (links) gratulierte den beiden Existenzgründerinnen nicht nur als UBS-Einzelhandelsvorsitzender.
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