Bürgermeisterin vor Ort: Unternehmens(sommer)tour 2019 startet im Kino Saulgau

Während der kommenden Wochen wird Bürgermeisterin Doris Schröter zusammen mit Vertretern des Gemeinderates und der städtischen Wirtschaftsförderung ganz verschiedene Bad Saulgauer Betriebe besuchen – um sich vor Ort zu informieren und mit den Unternehmern im direkten Dialog auszutauschen. Nach einer sehr erfolgreichen Besuchsreihe im vergangenen Jahr ist die Unternehmens(sommer)tour 2019 nun mit einem besonders spannenden Blick hinter die Kulissen des Saulgauer Kinos gestartet.

Jürgen Burth hat in seinem Kino nicht nur modernste Ausrüstung, sondern weiß auch noch, wie ein 35mm Filmteller und das komplette Abspielequipment funktioniert. Foto: Stadtverwaltung
Jürgen Burth hat in seinem Kino nicht nur modernste Ausrüstung, sondern weiß auch noch, wie ein 35mm Filmteller und das komplette Abspielequipment funktioniert. Foto: Stadtverwaltung

Kino Saulgau ist eines der wenigen noch familiengeführten Betriebe seiner Art. Zu den Konkurrenten gehören nicht nur große Kinoketten, sondern zumindest in Teilen auch Online-Streamingdienste. Inhaber Jürgen Burth, der den Betrieb zusammen mit seiner Ehefrau Nicole führt, hat für sein kleines aber feines Haus ein Erfolgsrezept. „Kino muss einfach Flair haben. Die Menschen müssen sich hier wohl fühlen“, so Burth. Dazu gehört eine liebevolle und individuelle Gestaltung genauso wie eine gemütliche Einrichtung. In den größten der drei Säle könnten beispielsweise rund 180 Menschen Platz finden. Kinosessel gibt es allerdings „nur“ 105 Stück, denn die großzügige Bestuhlung sorgt dafür, dass sich die Zuschauer über die gesamte Filmlänge richtig wohl fühlen können.

Großen Wert legt der Kinobetreiber auch auf seine technische Ausstattung. Dass die Kinobilder in allen Sälen mittlerweile digital erzeugt und in bester Qualität abgespielt werden, je nach Bedarf in 3D, ist selbstverständlich. Richtig stolz ist Burth aber auf seine qualitativ herausragenden Tonanlagen. Alle Säle sind mit hochwertigen Bose-Surroundanlagen ausgestatten. Die Investition in die komplexe Technik habe sich aber durchaus gelohnt. „Eine ganze Reihe an Gästen kommt extra wegen der Soundqualität ins Kino nach Bad Saulgau“, weiß Burth, der den Wert seiner technischen Ausstattung auf insgesamt rund 600.000 Euro schätzt.

Und ein dritter Faktor spielt für den Erfolg des Kinos Saulgau eine Rolle: Ein gutes Händchen dafür, die richtigen Filme auf die Leinwand zu bringen. Denn die Programmzusammenstellung ist eine Wissenschaft für sich. Welche Filme werden in Bad Saulgau überhaupt gezeigt? Über wie viele Wochen laufen diese dann und zu welchen Uhrzeiten? Soll die Vorführung in 2D oder 3D erfolgen? Und läuft ein Film im regulären Programm? Oder ist er in der anspruchsvollen Filmkunstreihe oder im Seniorenkino eventuell besser aufgehoben? „Hier den richtigen Mix zu finden hat ganz viel mit Erfahrung zu tun. Aber mittlerweile kenne ich mein Publikum ganz gut“, erklärt Burth.

Wahrscheinlich liegt das daran, dass Jürgen Burth in Sachen Kino auf eine lange und besondere Familientradition zurückblicken kann. Gegründet wurde das Kino Bad Saulgau, damals als „Lichtspiele Saulgau“ in der Kaiserstraße von den Gebrüdern Alfons und Willi Burth. Willi Burth erhielt 1987 für seine Erfindungen im Bereich Vorführtechnik einen Oscar. Alfons Burth, der Großvater des jetzigen Kinobetreibers Jürgen Burth, baute in den 1950er an seinem jetzigen Standort in der Poststraße.

Wie Kino funktioniert, hat sich seitdem freilich deutlich gewandelt. Zu erleben, welche Technik und welche Abläufe für den Betrieb erforderlich sind. sei nicht nur sehr spannend. „Vor allem beeindruckt mich das Engagement und das Herzblut, das Nicole und Jürgen Burth in Ihren Betrieb stecken“, zeigt sich Schröter beeindruckt. Das Kino sei ein „tolles Angebot“ für Bad Saulgau. Lobende Worte hatte die Bürgermeisterin auch für das Open Air-Kino, das Jürgen Burth während der Sommerferien im Schulhof des Walter Knoll - Schulverbundes (ehem. Brechenmacherschule) anbietet – dieses Jahr übrigens vom 27. August bis zum 31. August.

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