Segway-Touren in Bad Saulgau

Albert Burkart (1898-1982) „Meine Kunst ist Bekenntnis“

Dienstag bis Sonntag 14 -17:00 Uhr, Eintritt 3,00 Euro, Schüler/Studenten frei.

Ort
Altes Kloster, Hauptstraße 102/2

Termine
So, 12.09.2021 - So, 28.11.2021
So, 19.09.2021 - So, 05.12.2021
So, 26.09.2021 - So, 12.12.2021
So, 03.10.2021 - So, 19.12.2021
So, 10.10.2021 - So, 26.12.2021
So, 17.10.2021 - So, 02.01.2022
So, 24.10.2021 - So, 09.01.2022
So, 31.10.2021 - So, 16.01.2022
So, 07.11.2021 - So, 23.01.2022
So, 14.11.2021 - So, 30.01.2022
So, 21.11.2021 - So, 06.02.2022
So, 28.11.2021 - So, 13.02.2022
So, 05.12.2021 - So, 20.02.2022

 Albert Burkart, 1898 in Riedlingen geboren, leistete als Künstler und Professor einen wichtigen Beitrag zur Kirchenkunst des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Zwischen 1928 und 1970 schuf er für fast 70 Kirchen Wandgemälde, Altarbilder und Kreuzwege, für 35 Gotteshäuser Fenstergestaltungen. 1955 erschien der von ihm illustrierte Deutsche Einheitskatechismus, nach seinem farbigen Einband der „grüne“ Katechismus genannt. Dieser wurde für die religiöse Bildung einer ganzen Generation von Jugendlichen prägend und formte ihre Vorstellung vom biblischen Geschehen nachhaltig.

Aus Albert Burkarts umfangreichem malerischen Werk präsentiert die Ausstellung in der „Fähre“ Gemälde aus vier Jahrzehnten, die einen Wandel seines künstlerischen Schaffens anschaulich machen. So sprach sich der Künstler in der Nachkriegszeit gegen die Abstraktion aus. Er sah in ihr keine Möglichkeit, die göttliche Wahrheit sichtbar werden zu lassen und sich bildnerisch dem Metaphysischen anzunähern. Mit der Lehrtätigkeit als Professor an der Städel-Schule Frankfurt a.M. (1949-1963) und zahlreichen Aufträgen für Kirchenfenster begann er diese Meinung zu revidieren. Er bezog vermehrt abstrahierende und abstrakte Formen in seine Kompositionen mit ein und erkannte den Eigenwert der Farbe. Ab Mitte der 1960er Jahre arbeitete er sowohl figurativ als auch ungegenständlich; Mitte der 1970er Jahren kehrte er zu einer vorwiegend figürlichen Darstellungsweise zurück. Die Ausstellung zeichnet diese Entwicklung nach.

Stets stellte sich Albert Burkart die Frage, ob und wie er eine Sphäre jenseits des Sichtbaren und Messbaren erfassen konnte. Ließ sich dieses Nicht-Benennbare in einer zeitgemäßen Formensprache ausdrücken? Konnten die Gläubigen dem Künstler dann auch folgen? Erreichte die Kraft der Farben und Kompositionen auch die Kraft der Worte? Auf diese Weise gelangen dem Künstler, der 1982 in München starb, viele eindrückliche Bilder.

„Der einfache Gläubige braucht die Vorstellung des Malers, um seine Vorstellung daran zu entzünden. Was wäre heute an religiöser Vorstellung in unserem gläubigen Volk ohne die bildhafte Aussage der Kunst in den vergangenen Jahrhunderten!“ (A. B., 1956)


Albert Burkart
1898 geboren in Riedlingen
1916-1924 Studium an den Akademien München, Stuttgart und der Kunstgewerbeschule München
1917/18 Kriegsdienst
Ab 1925 freischaffend in München
1927 Heirat mit Anna Kraus, fünf Kinder
1937-1970 2. Vorsitzender der deutschen Gesellschaft für Christliche Kunst (ausgenommen 1960-64)
1943-45 Kriegsdienst und Gefangenschaft
1947 Umzug nach Riedlingen
1952 Umzug nach München
1949-63 Professor an der Städelschule Frankfurt (1956-58 Direktor)
1982 gestorben in München

Preise und Auszeichnungen
1969 Päpstlicher Sylvesterorden mit Comturkreuz
1981 Gebhard-Fugel-Preis der Deutschen Gesellschaft für Christliche Kunst
1981 Ehrenbürgerrechte der Stadt Riedlingen
1999 Gründung der Albert Burkart Stiftung, Riedlingen

Arbeiten in der Region
1934 Riedlingen, St. Georg, Altartafeln
1936 Leutkirch, St. Martin, Wandbilder
1942 Memmingen, St. Josef, Chorfresko
1947 Zwiefaltendorf, Pfarrkirche, Emporenbrüstung
Hausen am Andelsbach, Marienaltar und Petrusaltar
1948 Uttenweiler, St. Uta-Kapelle, Altarbild
Zwiefaltendorf, Annakapelle, Marienaltar
1949 Pfrungen, Kreuztafelbild
1950 Ehingen, Konviktskapelle, Altarbild und Kreuzweg
1959 Riedlingen, Sakramentsaltar und Kreuzweg
1960 Nonnenhorn, St. Christophorus, Glaswand und Kreuzweg
1962 Sigmaringen, St. Fidelis, Glaswände
1963 Riedlingen, St. Gerhard, Glasfries

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