Segway-Touren in Bad Saulgau

Biotopanlagen

Krähbachtal in Fulgenstadt
Bolstern
Groß- und Kleintissen

Im Ortsteil Fulgenstadt hinter dem Kapellenberg wurde im Jahr 2000 die Biotopanlage eröffnet. Diese umfasst eine Fläche von knapp fünf Hektar und beherbergt mittlerweile zahlreiche Amphibien- und seltene Libellenarten. Hierfür erwarb die Stadt mehrere feuchte Wiesenflächen im Bereich des Krähbaches, welche landwirtschaftlich nicht mehr interessant waren. Unterstützt wurde sie durch Zuschüsse des Landes Baden-Württemberg. Auf den Wiesenflächen wurden mehrere Tümpel angelegt. Der Größte davon ist fast 90 Meter lang. Zahlreiche private Angrenzer beteiligten sich ebenfalls und baggerten Tümpel aus. In diesem Abschnitt wurde zudem der kanalähnlich verlaufende Krähbach renaturiert. Dies bedeutet, dass er breiter gemacht und „kurvig“ angelegt wurde. Am Bach und im Bereich der Feuchtbiotope wurden viele Gehölze gepflanzt.

In Bolstern entstand im Jahr 2002 auf einem ehemals trockengelegten Gelände der Forstverwaltung Thurn und Taxis in Zusammenarbeit mit der Stadt eine über 2 Hektar große Biotopanlage. Mehrere Tümpel, Feuchtwiesen und ein angelegter Bachlauf bereichern jetzt das Gelände, das an einem Waldweg an der südwestlichen Gemarkungsgrenze von Bolstern liegt. Forstamtsleiter Ketterer und Revierleiter Niederer arbeiteten hier Hand in Hand mit der Stadt und der Ortsverwaltung.

Verschiedene Abflussgräben im angrenzenden Wald wurden zusammengeführt und münden auf dem hängigen Gelände in den ersten Tümpel im Wald. Der Überlauf dieses Tümpels wird in einem mäandrierenden Graben in einen zweiten großen Tümpel geführt. Dessen Überlauf fließt in einen dritten, etwas kleineren Tümpel. Sämtliche Dränagen wurden entfernt. Die Fläche um die Feuchtbiotope vernässte durch die Entfernung der Dränagen, sodass eine Feuchtwiese mit charakteristischen Pflanzen- und Tierarten entstanden ist. Zahlreiche Libellen, Amphibien und Kaulquappen waren schon wenige Wochen nach der Fertigstellung in und um die Tümpel zu beobachten.

Im Rahmen der Flurneuordnung Tissen (1991 – 2006) erwarb die Stadt Bad Saulgau mehr als 20 Hektar in der Regel sehr feuchte oder für die Landwirtschaft topografisch eher ungünstige Flächen sowie Gewässerrandstreifen. In ehemals ausgeräumter Landschaft, versuchte die Stadt in Zusammenarbeit mit den betroffenen Behörden und der Landwirtschaft nach und nach ökologisch wertvolle Bereiche mit zugleich großem Erholungswert zu schaffen. Die Stadt erhielt sowohl für den Grunderwerb als auch für die Maßnahmen einen Landeszuschuss in Höhe von 70 % der Ausgaben.
Die Offenlegung eines Teils der Äuquellen nördlich von Kleintissen durch das Amt für Flurneuordnung Ravensburg in Zusammenarbeit mit der Stadt im Jahre 1995 war der Startschuss für die Gewässerrenaturierung und die Schaffung von Biotopanlagen rund um Groß- und Kleintissen. Nachdem 1995 rund 300 Meter des Äuquellenbachs renaturiert wurden, folgte 1996 die Renaturierung der restlichen gut 700 Meter bis zur Mündung in den Nonnenbach in Großtissen. Im Einzugsbereich des Bachs wurden sieben Tümpel angelegt und hunderte von standortgerechten Gehölzen gepflanzt. Die Flächen werden teilweise im Rahmen von Extensivierungsverträgen gepflegt. Der naturnah angelegte Spiel- und Bolzplatz im Mündungsbereich des Äuquellenbachs passt sich gut in die Landschaft ein.
1997/1998 wurde südlich von Groß- und Kleintissen der Donauwiesenbach von der Stadt geöffnet und die Ufer wurden bepflanzt.
Auch das Naturdenkmal „Tissener Mösle“ östlich von Kleintissen mit interessanter Fauna und Flora konnte im Rahmen der Flurneuordnung von ursprünglich 1 ha auf mehr als 2,5 Hektar erweitert werden. Ende der 1990er Jahre wurden sechs neue Tümpel ausgebaggert. Zudem bereichern Neuanpflanzungen das Kleinod.
Im Gewann „Viehweide“ zwischen Moosheim und Großtissen konnte die Stadt ebenfalls im Zuge der Flurneuordnung ca. 6 Hektar Feuchtwiesenflächen sowie Gewässerrandstreifen entlang des Nonnenbachs erwerben. Diese Flächen sind nach § 33 NatschG geschützt und werden im Rahmen von Extensivierungsverträgen bewirtschaftet.

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