Walter Schels
Existentielle Fotografie

Nach Ausstellungen mit Herlinde Koelbl, Toni Schneiders und Karin Székessy präsentiert die „Fähre“ mit Walter Schels nun einen weiteren herausragenden Vertreter der Fotografie in einer umfassend angelegten Werkschau.

Seit über 50 Jahren beschäftigt sich Walter Schels wie kein anderer Fotograf seiner Generation mit Extremsituationen der menschlichen Existenz. In Serien und Langzeitprojekten widmet er sich Menschen mit Behinderung oder Frühgeborenen ebenso wie Sterbenden oder Transsexuellen. Mit gleicher Intensität porträtiert er seit vielen Jahren auch Tiere, aber auch Prominente wie etwa Joseph Beuys, Andy Warhol oder den Dalai Lama. In seinen zahlreichen Publikationen, ob in „Die Seele der Tiere“ oder in dem gerade erschienen Buch „Hände“, geht es Schels immer darum, dem Wesen und der Persönlichkeit eines Motivs auf den Grund zu gehen und beides sichtbar zu machen.

Die Ausstellung zeigt einen retrospektiven Querschnitt durch das Werk des Fotografen, über das der renommierte Kunsttheoretiker Klaus Honnef sagt: „Die menschliche Existenz in vielen ihrer Bezüge ist noch niemals zuvor in der bezwingenden Form vergegenwärtigt worden wie im fotografischen Werk von Walter Schels“.

1936 in Landshut geboren, war Walter Schels zunächst als Schaufensterdekorateur in Barcelona, Kanada und Genf tätig, bevor er 1966 in New York seine fotografische Karriere begann. 1970 eröffnete er in München sein eigenes Studio und arbeitete für Magazine wie den STERN und ELTERN. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der Goldmedaille des Art Directors Club Deutschland, dem „Hansel-Mieth-Preis“ und dem World Press Photo Award 2004 für die Serie „Noch mal leben vor dem Tod“ (mit Texten von Beate Lakotta). Sie zeigt Hospizpatienten kurz vor und nach ihrem Tod und fand – mit Ausstellungsstationen u. a. in London, Montréal, Tokio und Oslo – weltweit große Resonanz.

Walter Schels ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und Ehrenmitglied des BFF (Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V.). Er lebt und arbeitet ebendort.

Eröffnung
Freitag, 16. Februar 2018, 19 Uhr
Zur Ausstellung: Andreas Ruess im Gespräch mit Walter Schels
Musik: Raphael Zinner, Violoncello

Öffnungszeiten
17.2. bis 22.4. 2018
Dienstag bis Sonntag, Feiertag 14-17 Uhr
Eintritt 3 Euro; Schüler Studenten, Mitglieder des Kunstvereins Bad Saulgau frei

Helmut Schmidt, Hände, 1995

Helmut Schmidt, Hände, 1995

Visonäres Baby, 1974

Visonäres Baby, 1974

Nochmal leben vor dem Tod, 2004 1. Foto

Nochmal leben vor dem Tod, 2004

Nochmal leben vor dem Tod, 2004 2. Foto
 

AndreasRuess

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