Wilhelm Geyer 1900 - 1968

28. Oktober 2018 bis 6. Januar 2019
Wilhelm Geyer
1900 - 1968


Wilhelm Geyer (1900 – 1968) zählt zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts im deutschen Südwesten und wichtigen Erneuerern der sakralen Kunst.

1900 in Stuttgart geboren, absolviert Geyer von 1919-26 an der dortigen Kunstakademie sein Studium und wird Meisterschüler von Christian Landenberger. Zusammen u.a. mit Manfred Pahl und Manfred Henninger gründet er 1929 die „Stuttgarter Neue Sezession“, deren Mitglieder sich durch eine mutige, gegenständlich-figürliche Malerei auszeichnen, die später als „Expressiver Realismus“ (Rainer Zimmermann) bezeichnet wird.

Geyers tiefe Verwurzelung im Glauben führt dazu, dass religiöse Motive zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit werden. Aufgrund seiner „ekstatischen“ Malerei, zwischen impressionistisch und expressionistisch pendelnd, gelten seine Arbeiten während des Nationalsozialismus als „entartet“ und werden aus den Museen entfernt. Durch seine Verbindungen zu den Geschwistern Scholl gerät er 1943 außerdem in eine 100tägige Gestapo-Haft, die er mit Glück übersteht.

In der Nachkriegszeit entwickelt sich Wilhelm Geyer, der nach einer kurzen Zwischenstation in Rottweil seit 1927 in Ulm wohnt, zu einem der führenden Vertreter sakraler Kunst. Mehr als 30 Wandgestaltungen sowie nahezu 200 Glasfenster in Kirchen, darunter die Saulgauer St. Johanneskirche, das Ulmer Münster und der Kölner Dom, dokumentieren den einzigartigen Rang Geyers auf diesem Gebiet.

Seit ihrer Gründung 1947 bis zu seinem Tod 1968 war Geyer eng mit der Saulgauer „Fähre“ verbunden. Gleich im Gründungsjahr bestritt er dort die erste Einzelausstellung überhaupt, der mehrere weitere sowie zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen folgten. Außerdem hatte er maßgeblichen Anteil am Zustandekommen des Oberschwäbischen Kunstpreises, der 1952 erstmals in der „Fähre“ vergeben und ihm selbst 1954 verliehen wurde.

Aus Anlass des 50. Todestages in diesem Jahr erinnert die Städtische Galerie „Fähre“ an Wilhelm Geyer. Ergänzt um Werke seiner Künstlerkollegen der „Stuttgarter Neuen Sezession“ sowie der „Freien Gruppe“ zeigt die Ausstellung, die zuvor in der Städtischen Galerie Böblingen zu sehen war, insbesondere Porträts, Landschaften und religiöse Bilder.



Eröffnung
Sonntag, 28. Oktober 2018, 11.30 Uhr
Zur Ausstellung: Corinna Steimel, Städtische Galerie Böblingen
Musik: Marian Crucius, Viola

Öffnungszeiten
28.10.2018 bis 6.1.2019
Dienstag bis Sonntag, 14-17 Uhr

24./25./31.12. geschlossen.

Eintritt 3 Euro; Schüler und Studenten frei

Titel: Weihnachten
Titel: Weihnachten
Titel: Winter
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Titel: Selbstbildnis
Titel: Selbstbildnis
 


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