Mehr Möglichkeiten als gedacht - Gründungsinitiative informiert über Corona-Hilfsprogramme für Unternehmen

Überbrückungshilfe, Stabilisierungshilfe, Unternehmerlohn, Bürgschaften und weitere: Die Hilfsprogramme und Fördermöglichkeiten für Unternehmen, die wegen Corona in wirtschaftliche Schieflage geraden sind, sind zahlreich und mittlerweile unübersichtlich. Oft ist mehr möglich, als man auf den ersten Blick erkennt. Die Gründerinitiative Bad Saulgau hat das zum Anlass genommen, um in einem online-Seminar mit drei Experten eine hilfreiche Übersicht über Fördermöglichkeiten zu geben. Das Fazit: Wer sich auskennt, der kann auch (oder gerade) jetzt noch Hilfsprogramme in Anspruch nehmen.

Deutlich wurde dies in der Präsentation, die Jürgen Kuhn von der IHK Bodensee-Oberschwaben vorbereitet hatte. Der Experte für Existenzgründung und Unternehmensfinanzierung erklärte gemeinsam mit Steuerberater Christian Lott zum einen, welche Förderprogramme derzeit noch laufen und für wen diese grundsätzlich in Frage kommen. Dabei wurden zwei Dinge deutlich: Bund und Land haben bei vielen Förderprogrammen nachgebessert. Auch wenn die Antragstellung in aller Regel durch eine Steuerberatungsbüro erfolgen muss, werden die Programme dadurch flexibler und leichter zugänglich.

Und es gibt mehr aktuelle Programme als angenommen. Faktisch unbekannt bei den Teilnehmer*innen des Seminars war beispielsweise die "Härtefallhilfe", mit der viele Gewerbetreibenden Hilfszahlungen erhalten können, die bei den übrigen Programmen durchs Raster fallen. Außerdem laufen derzeit noch der Tilgungszuschuss II (Förderzeitraum: Januar – Juni 2021), die Überbrückungshilfe III (Förderzeitraum: November 2020 – Juni 2021), die Überbrückungshilfe III Plus (Förderzeitraum: Juli – September 2021), die Neustarthilfe (Förderzeitraum: Januar – Juni 2021) sowie die Neustarthilfe Plus (Förderzeitraum: Juli – September 2021).

Welche besonders günstigen Möglichkeiten es derzeit für die Kapitalbeschaffung gibt, zeigte im Anschluss Ottmar Metzger von der Volksbank Bad Saulgau. Bis zu 90% des Ausfallrisikos werde bei Krediten beispielsweise derzeit vom Bund übernommen. Nicht nur für solche Unternehmen, die mit akuten Liquiditätsengpässen zu kämpfen hätten, seien die aktuellen Programme daher interessant, sondern besonders auch für die Finanzierung von investiven Vorhaben. Nicht zuletzt für Unternehmer*innen in der Gründungsphase, die während Corona wenig Möglichkeiten hatten, um sich zu etablieren und konsolidieren, könnten diese Programme eine große Hilfe sein.

Es lohne sich also, so das Fazit der Moderator*innen Prof. Michael Stephan und Sonja Beutel, bei den Corona-Hilfen genauer hinzuschauen – selbst dann, wenn man eine Antragstellung bereits in der Vergangenheit versucht habe. Denn auch die beiden Mitglieder der Gründunginitiative war der ein oder andere bislang unbekannte Fördertipp mit dabei.
Für alle (Gründungs)interessierten haben die Referenten übrigens ihre Vortragsfolien zur Verfügung gestellt. Diese können Sie gerne unter wirtschaftsfoerderung@bad-saulgau.de anfordern. Und das Seminar, soll so schnell wie möglich folgen, wenn es Corona zulässt, hoffentlich dann wieder einmal in Präsenz.

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