Gründungsinitiative Bad Saulgau will jungen Unternehmen beim Durchstarten helfen

Die Bad Saulgauer Gründerlounge soll fortgesetzt werden, soviel ist sicher. Ziel des Veranstaltungsformats ist es, junge Unternehmer, Gründer und Gründunginteressierte mit erfahrenen Unternehmern und Experten der Region zusammenbringen. Bei der ersten Gründerlounge am vergangenen Donnerstag im Alten Kloster hat dies mehr als gut funktioniert. Sowohl was die Teilnehmerzahl anbelangt, als auch inhaltlich war die Gründerlounge ein wirklicher Erfolg.

Auf dem Programm des Abends: Ein Impulsvortrag von Rudi Lehn (Gründer des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg) sowie drei spannenden Pitches, also Kurzvorträge, in der drei junge bzw. gerade in der Gründungsphase befindliche Unternehmer/innen (Sonja Beutel/BUX&SOX, Tarkan Altunbas/ Miras Raki, Johanna Wiedergrün/unverpackt wiedergrün) ihre Motivation und ihre Erfahrungen beim Thema Gründung schilderten.

Trotz unterschiedlicher Geschäftsmodelle: Eine Erfahrung haben alle drei Gründer*innen gemacht – nämlich wie wertvoll eine Möglichkeit zum Austausch ist. „Als Gründerin habe ich mich in manchen Situationen alleine gefühlt“, berichtet zum Beispiel Sonja Beutel. Ein Netzwerk mit Gleichgesinnten, mit Gründern und Unternehmen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, ist für Beutel unbezahlbar. Dabei gehe es nicht so sehr um formale Fragen und Aspekte einer Gründung, sondern um viele kleine Praxisfragen, einfach einmal fragen zu können „hey, wie hast du das Problem gelöst‘.

Genau diesem Netzwerkgedanken entspricht die Gründerlounge, die künftig regelmäßig zwei bis dreimal jährlich stattfinden soll. Eingeladen hatte übrigens nicht die Stadt bzw. städtische Wirtschaftsförderung, sondern das Team der Gründungsinitiative Bad Saulgau. „Natürlich sind wir da mit dabei Und natürlich werden wir uns auch einbringen und engagieren“, erklärt Wirtschaftsförderin Ilona Boos. Ganz bewusst sind Gründungsinitiative und das Veranstaltungsforma Gründerlounge keine städtischen Projekte.

Die Moderation für den Abend übernahm deshalb auch Professor Michael Stephan, der sich an der Uni Marburg mit Technologie- und Innovationsmanagement beschäftigt und dort das Institut StartMiUp leitet.
Gleich zu Beginn machte Stephan die Zielsetzung des Abends deutlich. Es gehe darum zu erfahren: Brennen die Anwesenden für das Thema Gründung? Welche Erwartungshaltung gibt es an die neu gefundene Initiative? Und gibt es weitere Gründer*innen, die in der Gründungsinitiative mitarbeiten möchten. Gründung, das machte Stephan, deutlich, müsse dabei nicht zwingend innovationsorientiert sein. So machten Nachfolgegründungen, beispielsweise im Handwerk, einen erheblichen Teil des Gründungsgeschehens aus. Potential für Gründungen ist in Bad Saulgau unter dem Strich also durchaus vorhanden.

Anlaufstelle für unkompizierten Austausch zwischen Gründungsinteressierten wird künftig auch die Gründerlounge sein. Foto: Stadtverwaltung
Anlaufstelle für unkompizierten Austausch zwischen Gründungsinteressierten wird künftig auch die Gründerlounge sein. Foto: Stadtverwaltung
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