Gelungener Start ins Jubiläumsjahr 2019

Bad Saulgau feiert 2019 das 1200jährige Stadtjubiläum. Den Auftakt des Festjahres markierte am 6. Januar der städtische Neujahrsempfang.

Am vergangenen Sonntag, 6. Januar hat im Stadtforum der Neujahrsempfang der Stadt Bad Saulgau stattgefunden. Bürgermeisterin Doris Schröter blickte in Ihrer traditionellen Ansprache zurück auf das vergangene und nach vorne ins bevorstehende Jahr. Und weil Bad Saulgau 2019 ein ganzes Jahr das 1.200jährige Bestehen feiert, markierte der diesjährige Neujahrsempfang gleichzeitig auch den Auftakt für die zahlreichen Jubiläumsaktionen und –veranstaltungen der kommenden 12 Monate. Und auch das Unterhaltungsprogramm war besonders: Speziell zum Jubiläumsjahr gab die Stadtmusik Bad Saulgau ein Neujahrskonzert.

„Normalerweise wären wir erst 2022 wieder an Neujahr aufgetreten“, erklärte Stadtmusikdirektor Stefan Leja im nahezu voll belegten Stadtforum. Denn Neujahrskonzerte gibt die Stadtmusik nur dann, wenn der 2. Januar auf einen Sonntag fällt. Für das Jubiläumsjahr gab es freilich eine Ausnahme – was bei den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern mehr als gut ankam. Für Polkas, mehrere Märsche und die Beatles-Klassiker „Hey Jude“ und „opla di opla da“ gab es deshalb auch reichlich Applaus. Passend zum Neujahrsempfang markierte der Radetzky-Marsch dann das Ende des offiziellen Teils und den Beginn des vom Heimat- und Trachtenverein bewirteten Stehempfangs.

Investitionen, Infrastruktur, Stadtentwicklung, aber auch Gesellschaft, Kultur, Veranstaltungen, Menschen und vieles: Zuvor hatte Bürgermeisterin Doris Schröter in ihrer multimedial unterstützten Neujahrsrede eindrucksvoll gezeigt, was 2018 in Bad Saulgau geschehen ist. (Hinweis: Einen ausführlichen Jahresrückblick finden Sie in Form des „Heimartbrief“ in der Mitte dieser Stadtjournalausgabe abgedruckt).

Bad Saulgau entwickle sich stetig weiter und sei auch 2018 wieder „einen Tick attraktiver geworden“ – kein Grund allerdings, um sich zurückzulehnen. „Das neue Jahr hat begonnen und wir sind schon wieder voll im Arbeitsmodus“, so die Bürgermeisterin.

Neujahrsempfang 2019
Neujahrsempfang 2019

Was 2019 abgesehen vom Stadtjubiläum alles ansteht, darauf ging Schröter dann auch ausführlich ein. Zahlreiche bereits begonnene Projekte stünden auf der Agenda, beispielsweise die Fertigstellung des Kindergartenneubaus in Braunenweiler. Knapp 3 Mio. Euro investiert die Stadt in dieses Vorhaben. Auch die Sanierung und Ertüchtigung der Grundschule Renhardsweiler (1,5 Mio. Euro) und der Um- und Ausbau der Feuerwehrhauptwache (4 Mio. Euro) gehören zu den bereits auf Hochtouren laufenden Projekten.
In Betrieb gehen wird zum Kindergartenjahr 2019/2020 dann auch ein ganz neues Angebot: Ein Waldkindergarten, für dessen Betrieb die Stadt eine Kooperationsvereinbarung mit den Johannitern geschlossen hat.

Eingeweiht werde im April mit dem zentralen Infopunkt am Schönen Moos ein weiterer Baustein für den Naturthemenpark. Die Vorreiterrolle in Sachen Biodiversität belege aber auch die Tatsache, dass die Bad Saulgau als Vertreterin Deutschlands beim europäischen Wettbewerb „Entente Florale“ ausgewählt worden sei, bei dem es und ökologische Ausrichtung, Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit von Städten geht.

Fast abgeschlossen ist auch die Sanierung der Multifunktionshalle an der ehemaligen Brechenmacherschule, dem jetzigen Schulgebäude 2 des Schulverbundes. Geschätzt mit 5,5 Mio. Euro wird in den kommenden Jahren die Sanierung des kompletten Gebäudes zu Buche schlagen. Und auch für die Sanierung des Schulgebäudes 1 (ehem. Realschule) rechnet die Verwaltung mit noch einmal dem gleichen Betrag. Der Schulverbund, der übrigens künftig nach dem Bad Saulgauer Unternehmer und Ehrenbürger „Walter Knoll Schulverbund, Realschule und Werkrealschule“, heißen wird, ist damit einer der wichtigsten Investitionsschwerpunkte der kommenden Jahre.

Noch einmal mit mindestens 5 Mio. Euro rechnet Schröter für die Sanierung der ABC-Halle. Wie es dort weitergeht, hänge auch von der endgültigen Entscheidung des Landes zur Einrichtung eines MINT-Exzellenzgymnasiums im ehemaligen Aufbaugymnasium statt. Sie hoffe, dass Ministerpräsident Kretschmann zum Festakt ein Jubiläumsgeschenk in Form einer endgültigen Zusage mitbringe.

In Sachen Stadtentwicklung werde sich 2019 im neuen Sanierungsgebiet V etwas tun, dem sogenannten „Linder-Areal“ an der Friedrichstraße. Geschäfts- und Gewerbeflächen, vor allem aber dringend benötigter Wohnraum entstünden hier. Und beim Thema Fuß- und Radquerung über die Bahngleise im südlichen Stadtgebiet brauche es nun endlich eine abschließende Entscheidung. Diese dürfe nicht auf persönlichen Befindlichkeiten beruhen und könne auch nicht jede vermutete zukünftige Entwicklung berücksichtigen, sondern müsse bereits bekannte, beschlossene und realistische Stadtentwicklungsszenarien zugrunde legen.

Gemeinsam feiern: Stadtjubiläum 2019
Natürlich versäumte Bürgermeisterin Doris Schröter es nicht, die Besucherinnen und Besucher des Neujahrsempfangs auf das bevorstehende Jubiläumsjahr einzustimmen. Das Stadtjubiläum biete die Chance, neue Impulse zu setzen, das Wir- Gefühl zu stärken, zu erkennen wie schön es ist in dieser Stadt zu leben und zu erleben welche Potentiale in ihr stecken.
Jeder der fast 18.000 Menschen in Bad Saulgau, ob Einwohner, einen Gast oder Freund unserer Stadt, gehöre zu Bad Saulgau. Alle die hier wohnten, arbeiteten, lebten, mit Bad Saulgau verbunden seien oder die hier ihre Wurzeln hätten: „Wir alle machen Bad Saulgau aus. Gemeinsam feiern wir. Und gemeinsam gestalten wir ein Jahr lang unser Stadtjubiläum 2019“, so Schröter.

Einige besondere Veranstaltungen und Aktionen griff die Bürgermeisterin dann, ebenfalls ansprechend bebildert, heraus, so den offiziellen Festakt am 23. März mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der Moderation durch Evelin König, das Freilichttheaterstück „D´Schweda ond dr Herrgott von Sulga“ Anfang Juni, die „Bad Saulgauer Lange Tafel“ am 17. August sowie eine ganze Reihe von Sonderausstellungen zur Stadtgeschichte im Alten Kloster oder dem Stadtmuseum.
Zum Abschluss ihrer Redebeiträge hatte Schröter dann noch eine Überraschung im Gepäck - und zwar Glückwunschbotschaften von einem Dutzend „Exil-Sulgemern“, also ehemaligen Bad Saulgauer Bürgerinnen und Bürgern, die ihre neue Heimat an ganz verschiedenen Orten rund um den Erdball gefunden haben.

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