Fenster Striegel, Waldburg-Zeil-Klinik sowie Kistler Maschinen- und Anlagenbau - Unternehmenstour geht weiter

Drei ganz unterschiedliche Betriebe besuchten Bürgermeisterin Doris Schröter, Wirtschaftsförderin Ilona Boos sowie Vertreter des Gemeinderates Anfang September im Rahmen der Unternehmenssommertour.

Erste Station war der Teilort Bierstetten. Geschäftsführer Alexander Schlick und Seniorchef Otto Striegel führten die Stadtvertreter zu dem 1958 als Ein-Mann-Betrieb gegründeten Fensterbauunternehmen. Mittlerweile arbeiten knapp 50 Mitarbeiter für den einzigen „Vollsortimenter“ im Umkreis von 150 im Bereich Fensterbau – will heißen, Fenster Striegel ist das einzige Unternehmen weit und breit, das Fenster aus allen gängigen Materialen herstellt. Mit 60% größten Anteil an der Produktion haben trotz der hochsubventionierten Konkurrenz aus Osteuropa Kunststofffenster. Auf Holz-Alu-Fenster entfallen rund 30%, 10% sind reine Holzfenster.

Insgesamt fertigt das Unternehmen jährlich 15.000 bis 20.000 Fenster und liefert diese größtenteils an Kunden im Umkreis von ca. 100 Kilometer – aber auch ins Ausland, beispielsweise in die Schweiz oder nach Frankreich. Abnehmer sind sowohl private Hausbauer/-eigentümer, als auch Gewerbekunden und Bauunternehmer.

Mit der Auftragslage ist Schlick sehr zufrieden. Um weiterhin über eine gute Position am Markt zu verfügen, investiert Fenster Striegel aber laufend. Die Durchlaufzahlen im Bereich der Holzbearbeitung hat das Unternehmen unlängst mit einer Millioneninvestition in eine vollautomatisierte Fräsmaschine und eine neue Lackieranlage deutlich erhöht. Gerade im Bereich hochwertige Holz- bzw. Holz-Alu-Fenster sieht Schlick ein erhebliches Marktpotential.

Wenig überraschend war für Schröter und Boos schließlich, dass auch das Fensterbauunternehmen sich erhebliche Gedanken um die Gewinnung von Fachkräften macht, auch aufgrund der Altersstruktur der Belegschaft. Neben der Investition in Maschinen setzt das Unternehmen deshalb auf die Ausbildung eigener Fachkräfte und beschäftigt derzeit gleich drei Azubis.

Fenster Striegel

Die Kistler Maschinen- und Anlagenbau GmbH ist der Spezialist für die Planung und Herstellung von Schweißpositionier- und Schneidemaschinen, speziell für das Schweißen und Schneiden von Rohren. Das Unternehmen wurde im Jahre 1966 von Roland Kistler gegründet. Seit dem Jahr 1989 wird die Firma von seinem Sohn, Alexander Kistler, geführt.
Personalakquise und vor allem Personalbindung beschäftigt auch die Kistler Maschinen- und Anlagenbau GmbH. Beschäftigt sind im Unternehmen vor allem Schlosser, Schweißer, Elektriker und Programmierer. Unter den derzeit 32 Mitarbeitern sind derzeit zwar ganze 5 Auszubildende. Gleichzeitig setzt Firmeninhaber und Geschäftsführer Alexander Kistler bei der Suche nach hochqualifizierten Mitarbeitern mittlerweile aber auch auf Headhunter. Trotz der Schwierigkeiten, in Zeiten der Vollbeschäftigung mit Großbetrieben um Arbeitskräfte zu konkurrieren sieht Kistler durchaus Möglichkeiten
von KMU zur Mitarbeiterbindung, beispielsweise durch flexible Arbeitszeitmodelle oder diverse Vergünstigungen.

In der Waldburg-Zeil-Klinik erklärten der kaufmännische Leiter Roland Aigner und Chefarzt Dr. Christian Dynybil die aktuellen Entwicklungen. Ausgelastet ist die Reha-Klinik seit Jahren sehr gut. Die Einrichtung verfügt über 247 Betten und 251 Mitarbeiter kümmern sich um rund 4.000 stationäre Patienten jährlich. Zum größten Teil werden diese von auf Hüft- und Knieoperationen spezialisierten Kliniken aus dem Raum Stuttgart zugewiesen, zunehmend aber auch aus Kliniken in der Region.
Aktuell beschäftigen sich die Waldburg-Zeil-Kliniken mit dem Thema Digitalisierung. Dazu gehört unter anderem die stärkere Vernetzung aller Einrichtungen an ein Rechenzentrum (die Waldburg-Zeil-Kliniken betreiben neben der Reha-Klinik in Bad Saulgau weitere 11 Einrichtungen in Baden-Württemberg, Bayern und eine Einrichtung in Sachsen-Anhalt), aber auch eine Patientenapp und der Aufbau einer hausinternen WLAN-Infrastruktur, in die mehrere 100.000 Euro geflossen sind.
Investieren wird die Reha-Klinik in den kommenden Jahren darüber hinaus in die Erweiterung des MTT-Bereiches (Medizinische
TrainingsTherapie). Geplant ist eine Erweiterung um rund 500 Quadratmeter. Konzeptionell wird sich die Reha-Klinik künftig stärker an einem ganzheitlichen Geist-Körper-Ansatz orientieren, bei dem klassisch schulmedizinisch-therapeutische Ansätze nur ein Aspekt der Reha-Maßnahme darstellt.
Als Anliegen an die Stadt nannte Aigner zwei verkehrliche Themen, zum einen die Parksituation im Klinikumfeld, zum anderen die Anbindung der Einrichtung mit öffentlichen Verkehrsmitteln an Bahnhof und Innenstadt. Lob gab es hingegen für die Arbeit, die Bad Saulgau im Bereich Ökologie und Biodiversität leistet. Dies komme bei den Patienten sehr gut an.

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